Gewerkschaften sorgen für mehr Lohn

Besser bezahlt dank Tarifvertrag

Höheres Monatseinkommen, häufiger Gehaltserhöhungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld - Beschäftigte, deren Arbeitsverhältnis durch einen Tarifvertrag geregelt ist, stehen in vielen Bereichen besser da als Arbeitnehmer in Betrieben ohne Tarifbindung. Das ergibt eine aktuelle Befragung des Internetportals www.lohnspiegel.de unter mehr als 52.000 Beschäftigten.

Heiko Meyer

Rund 300 Kautschuk-Beschäftigte waren nach Kassel gereist, um der Verhandlungskommission den Rücken zu stärken.
26.04.2013
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Beschäftigte mit Tarifvertrag verdienen nach den Lohnspiegel-Daten im Durchschnitt 3279 Euro im Monat. Das sind etwa 660 Euro mehr als bei den Arbeitnehmern, deren Gehalt nicht von einer Gewerkschaft ausgehandelt wurde.

Doch die Gewerkschaften sorgen nicht nur eine allgemein bessere Bezahlung, sondern auch für Lohnerhöhungen. Demnach geben 52 Prozent der Tarifbeschäftigten an, in den 12 Monaten vor der Befragung sei ihr Lohn oder Gehalt erhöht wurden. In der Gruppe ohne Tarif konnten sich nur 34 Prozent über eine Lohnerhöhung freuen.

boeckler.de

Bei der Häufigkeit von Lohnerhöhungen haben Tarifbeschäftigte die Nase vorn.
 Auch bei Sonderzahlungen sind tarifbeschäftigte Arbeitnehmer im Vorteil:  Rund 62 Prozent der Beschäftigten mit Tarif bekommen Urlaubsgeld. Unter den Beschäftigten, die nicht nach Tarif bezahlt werden, sind es nur gut 39 Prozent. Noch größer ist die Differenz beim Weihnachtsgeld: 72 gegenüber 46 Prozent. Gut 27 Prozent der Tarifbeschäftigten erhalten eine Gewinnbeteiligung. Ohne Tarif sind es 19 Prozent.

In die Auswertung flossen die Daten von mehr als 52.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein, die sich zwischen 2010 und 2012 an der Befragung auf www.lohnspiegel.de beteiligt haben. Rund 51 Prozent von ihnen wurden nach Tarif bezahlt. Die Befragung ist nicht repräsentativ, liefert durch die sehr hohe Fallzahl aber verlässliche Orientierungsdaten.

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