BJA-Münster-Bielefeld

Organspende: Ja oder Nein?!

Der Bezirksjugendausschuss des Bezirks Münster-Bielefeld diskutierte in der letzten Januarwoche das Thema Organspende. Knapp zwei Wochen zuvor hatte der Bundestag entschieden, dass für die Organspende eine erweiterte Zustimmungslösung gelten soll und nicht die Widerspruchslösung, bei der grundsätzlich jeder als Organspender gegolten hätte, sofern er nicht aktiv widersprochen hätte.

Bez. MS/BI

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Die jungen Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen sprachen angeregt über die Organspende, deren Thematisierung Teil der politischen Viertelstunde der BJA-Sitzung war. Die Kolleginnen und Kollegen äußerten die unterschiedlichsten Meinungen. Othman Abu Shelbayeh bemerkte als grundsätzliches Problem: „Viele Menschen beschäftigen sich einfach nicht mit dem Tod.“ Daher würden viele sich erst gar nicht mit der Organspende befassen wollen und auch auf wiederholte Informationsangebote kaum reagieren. „Die jetzige Lösung ist ein fauler Kompromiss“, meinte deshalb Maximilian Terbeck. Der Organmangel müsse bekämpft werden und das gelinge mit der Zustimmungslösung nicht.

Demgegenüber bemerkte Fabienne Albert: „Entscheidungsfreiheit ist ein hohes Gut.“ Der Wunsch nach der Widerspruchslösung sei verständlich, andererseits respektiere die Zustimmungslösung die Entscheidungsfreiheit eher.

Zum Abschluss der Diskussion erhielten alle Kolleginnen und Kollegen einen Organspendeausweis, auf dem sie ihre Entscheidung festhalten können.

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