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09.12.2019

Jugend vor Ort

„Die braune Kohle von hier will jetzt keiner mehr“

Dies sang 1992 der ostdeutsche Liedermacher Gerhard Gundermann über die Tagebaugrube Brigitta in der sächsischen Lausitz. Knapp 27 Jahre später und etliche Kilometer weiter westlich, haben sich unsere jungen Kolleginnen und Kollegen der Bezirksjugendausschüsse Gelsenkirchen, Münster-Bielefeld und Recklinghausen über die Arbeit der RWE KollegInnen im Hambacher Tagebau ein Bild gemacht.

Patricia Weber

Besuch Hambacher Tagebau 3

Vor Ort diskutierten sie mit Betriebsräten Matthias Dürbaum (Vorsitz) und Joachim Helten (stell. Vorsitzender) über den aktuellen Strukturwandel und die Beschlüsse der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung".

Dabei informierten die BR Kollegen auch über ihre alltägliche Betriebsratsarbeit. Berufliche Unsicherheiten und persönliche Anfeindungen der Kolleginnen sind zur Tagesordnung geworden. Es ist herausfordernd die Strippen zusammenzuhalten. Sie arbeiten bereits an der Zeit nach dem Ende der deutschen Braunkohle. Die Renaturierung wird weiterfortgesetzt und es wird geprüft, wie die vorhandene Infrastruktur in den Kraftwerken auf erneuerbare Energieträger umgestellt werden kann.

Patricia Weber

Besuch Hambacher Tagebau

Nathalie Vollmich, BJA Vorsitzende Recklinghausen, bedankt sich für den interessanten Eindruck „Es ist nicht selbstverständlich, dass uns die BR-Kollegen einen solchen „Blick hinter die Kulissen“ geben. Die privaten Eindrücke haben mich sehr bewegt. Ich nehme einige neue Gedanken mit nach Hause.“

„Was die Kollegen in den Tagebau damals und heute eint ist ein starker Zusammenhalt. Zwischen den Kollegen und Kolleginnen passt kein Blatt Papier. Seitens der Gewerkschaft benötigen sie unsere Solidarität, damit wir gemeinsam diese Herausforderungen meistern können!“, so abschließend Patricia Weber, BJA Vorsitzende Münster-Bielefeld.